Das Willkommensfest bzw. die Namensweihe – was ist das eigentlich?



„Hallo kleiner Mensch, schön dass du bei uns bist! Was für ein Wunder!“ Und dieses Wunder muss unbedingt gefeiert werden, oder?!


Aus den amerikanischen Filmen kennen wir die Baby-Partys im eigenen Garten mit fröhlicher Stimmung und ungezwungener Atmosphäre.


Und das ist auch der Charakter eines Willkommensfestes. In meiner Region werden hauptsächlich die Begriffe Namensweihe oder Namensgebung dafür verwendet, aber niemals freie Taufe. Warum? Weil eine Taufe ausschließlich ein christliches Ritual ist, das bei einer Willkommensfeier nicht vorkommt.


Ein Willkommensfest bietet sich im ersten Lebensjahr an, aber auch mit größeren Kindern bis zur Einschulung ist eine Namensweihe richtig toll, weil man die Kinder mega gut einbeziehen kann.


Zur Vorbereitung der Feier gehört ein ausführliches Gespräch mit den Eltern, wo wir alle Details des Ablaufs besprechen. Natürlich stelle ich auch eine Menge Fragen, z. B. zur Familie, zur Schwangerschaft und zur ersten Zeit mit dem Baby. Daraus kann ich dann eine schöne Rede zaubern.


Für wen eignet sich eine Willkommensfeier?


1. Ihr sucht eine Alternative zur Taufe.

2. Ihr wollt die Taufe um eine persönliche und unvergessliche Zeremonie ergänzen.

3. Ihr wollt es Eurem Kind selbst überlassen, ob es sich später taufen lassen will.


Wie läuft eine Willkommensfeier ab?


Da sich die wenigsten Menschen vorstellen können, wie so ein Willkommensfest aussieht, möchte ich euch einfach mal von einer meiner Namensweihen erzählen – für 2 Brüder, 1 und 3 Jahre alt.


Schon als ich an der Location ankam, wurde ich herzlich von allen empfangen und fand eine atemberaubende Deko vor. Ich baute meine Technik auf, legte alle Utensilien parat und dann ging es los mit einem Musikstück des Uropas auf dem Akkordeon und dem 3-Jährigen an der Triola.


Was für ein Auftakt!


Danach begrüßte ich alle und fragte, ob jemand schon mal auf einer Namensweihe war. Niemand. Ein umso größerer Ansporn für mich.


Nach meinen einleitenden Worten und wertvollen Gedanken für die Familie kam die symbolische Handlung. Die Eltern haben sich für eine Flaschenpost entschieden. Alle Gäste haben ihren Namen und einen Wunsch für jedes Kind aufgeschrieben und die Eltern haben die Zettel mit ihren Kindern eingesammelt. Und die Kinder durften die Wünsche dann in die Flasche stecken. Dazu gab es natürlich Musik. Und zum 18. Geburtstag darf die Flaschenpost dann von den Jungs gelesen werden.


Danach kam meine Rede über die Familie und die beiden Jungs. Dicht gefolgt vom Höhepunkt: Dem Einsetzen der Paten. Natürlich hatten die Paten auch ein paar berührende Worte im Gepäck. Das Unterzeichnen der Namensweihe-Urkunden machte allen Spaß, vor allem die Fingermalfarbe war der Renner! Eigentlich sollten nur die Kinder ihren Fingerabdruck auf die Urkunde aufbringen, aber auch die Erwachsenen hatten ihre Freude damit.


Dann gab es noch Geschenke für die Paten und sie haben gemeinsam mit ihrem Patenkind eine Kerze angezündet.


Zum Schluss hatte ich noch gute Wünsche für die Familie dabei und dann wurde gefeiert!


Ihr wollt noch mehr Details wissen oder selbst ein Willkommensfest für euer Kind? Schreibt mir.

Ich freue mich auf euch!

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