Symbolische Handlungen/Traurituale zur freien Trauung



Der eine nennt es symbolische Handlung, der andere Trauritual.

Ganz egal wie man es nennt:


Zu einer Freien Trauung gehört mehr als nur eine tolle Rede.


Klar, sie ist das Herzstück der Zeremonie. Aber zu einer richtig guten Hochzeit gehört mehr dazu.

Ihr habt Gäste eingeladen, stimmt´s?


Gäste sind keine Statisten!


Es sind Menschen, die euch wichtig sind und deshalb wollen wir eure Gäste mit einbeziehen. Sie sollen erleben, was euch verbindet. Sie sollen eure Liebe spüren.


Symbolische Handlungen gibt es an unterschiedlichen Stellen im Rahmen eurer Trauzeremonie.


Mitten in der Trauung oder genau zum Ringtausch.


Was macht ein gutes Ritual aus?

  • Es ist maximal eine Liedlänge lang.

  • Alle Gäste werden mit einbezogen.

  • Das Ritual passt 100%ig zu euch.


Welche Rituale gibt es?


Im PDF findet ihr ganz viele Traurituale.


Traurituale_redeklang
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Meine Lieblingsrituale teile ich gern hier mit euch.


1. Die Erinnerungskiste – Ein Ritual inmitten der Zeremonie


Ihr benötigt:

  • 1 Holzkiste

  • Schloss mit Schlüsseln oder alternativ einige Nägel und 2 Hammer

  • Sachen, die ihr in die Kiste legen wollt, z. B. eine Weinflasche aus dem Jahr eurer Trauung, eine Whiskyflasche, die so alt wie eure Beziehung ist, eine Tageszeitung vom Hochzeitstag, die Einladungskarte für die Trauung.

  • Papierzettel und Stifte (die Menge an Zetteln und Stiften entspricht der Anzahl eurer Gäste, Zettel und Stifte werden vor der Trauung auf die Plätze/Stühle verteilt. Mein Tipp: Das ist eine hervorragende Aufgabe für eure Trauzeugen.)

So wird´s gemacht:


Im Vorfeld der Trauung (das sage ich an) beschriften eure Gäste kleine Zettel mit einem Wunsch für euch und schreiben ihren Namen mit darauf. Alternativ können eure Gäste auch Folgendes aufschreiben: Tipps für romantische Plätze zu zweit, Gute-Laune-Songtitel, Ermutigungsbotschaften, Rätsel oder 2 Wörter, die euren Gästen zu euch einfallen.

In der Trauung sammelt ihr die Zettel ein und legt sie - zusammen mit den anderen Dingen - in die Kiste. Alternativ könnt ihr euch auch die Zettel von den Trauzeugen bringen lassen.

Ihr verschließt die Truhe mit einem Schloss oder nagelt sie zu und bestimmt, wann ihr sie wieder öffnen wollt, z. B. zum 3. Hochzeitstag oder bei der ersten „Krise“.


2. (Herz-)Puzzle – Ein Ritual inmitten der Zeremonie


Ihr benötigt:

  • 1 (Herz-)Puzzle

  • Viele verschiedene bunte Stifte für eure Gäste (1 Puzzleteil und 2-3 farbige Stifte pro Gast vor der Trauung auf die Stühle verteilen)

So wird´s gemacht:


Vor der Zeremonie bekommen die Gäste Gelegenheit ihr Puzzlestück zu beschriften, zu bemalen, oder ihre Wünsche und Gedanken für euch festzuhalten. Die einzelnen Puzzlestücke sammelt ihr während eurer Trauung ein.


Variation: Im Anschluss an die Zeremonie haben die Gäste dann beim Sektempfang noch gut zu tun, wenn sie das Puzzle zusammensetzen und entdecken, wie sich die Teile ineinanderfügen. Das fertige Puzzle ist für euch ein wunderschönes Andenken an die Zeremonie und all die Menschen, die diesen Tag mit euch verbracht haben.


Mein Tipp: Klebt die Teile erst auf die Unterlage, wenn das Puzzle komplett zusammengesetzt ist! Denn wenn eine Lücke zu klein ist oder irgendein Puzzleteil nicht ganz exakt aufgeklebt ist, wird es schwierig bis unmöglich das Puzzle zu vollenden.


3. Das Handfasting – Ein Ritual zur Traufrage


Das Ritual stammt aus Schottland, wird aber auch bei uns immer beliebter.

Ihr beide gehört zusammen. Das soll jeder sehen. Das Symbol dafür sind dekorative Bänder, die ich euch um eure Hände lege. Das Handfasting gehört zum Trauversprechen dazu.


Wir brauchen mindestens zwei Bänder, jedes Band zwei Meter lang. Es können aber auch mehr sein. Warum? Weil es unzählige Gestaltungsvarianten gibt. Seht selbst:

  • 2 Bänder: eins steht für jeden von euch

  • 3 Bänder: 2 Bänder stehen für euch als einzelne Personen, das dritte Band symbolisiert eure Ehe. Richtig cool ist es, wenn das 3. Band eine Farbmischung aus Band 1 und Band 2 ist.

  • 3 oder mehr Bänder: Beliebt bei Patchwork-Familien. Jedes einzelne Band steht für ein Familienmitglied. Aus zwei Familien wird eine.

Ob ich die Bänder um eure Hände lege oder durch eine spezielle Knotentechnik verknote, bleibt euch überlassen. Übrigens: Als Alternative können auch gern die Trauzeugen die Bänder bringen und euch um die Hände legen oder die Mütter, eure Kinder, … Alles ist erlaubt.


Welche Bänder eignen sich zum Handfasting?


Fast alle!

  • dicke Kordeln

  • Seidenbänder 3 bis 4 cm breit oder dünne Seidentücher

  • Jute-Bänder 3 bis 4 cm breit

  • Baumwollbänder

  • Spitzen-Bänder

Mein Tipp: Nehmt glatte, flache Bänder in euren Lieblingsfarben und lasst die Bänder individuell besticken mit euren Namen und eurem Hochzeitsdatum. Die Bänder können bei euch zu Hause einen schönen Platz finden, man kann sie zusammenrollen und in einen Bilderrahmen geben. Sieht hübsch aus und erinnert euch immer an eure meeeeega tolle Trauung.


Soviel zu meinen Lieblingsritualen. Es gibt unendlich viele tolle symbolische Handlungen. Deshalb stöbert gern im PDF und lasst euch inspirieren.


Ihr habt eine Frage zu den Ritualen? Dann meldet euch bei mir.


Eure Isabell



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